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Leben und Werk von Ernst Toller soll erforscht und ediert werden

 

Ernst Toller war in den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts der bekannteste lebende Dramatiker deutscher Sprache. Zu seinem 100. Geburtstag am 1. Dezember 1993 waren seine Werke jedoch so gut wie vollständig aus dem Buchhandel verschwunden.

Mit der Gründung einer Ernst-Toller-Gesellschaft will die Stadt Neuburg an der Donau diesem Desinteresse entgegenwirken. Erklärtes Ziel ist es, in den nächsten Jahren das Gesamtwerk Ernst Tollers zu edieren.

Die Forschungsbedingungen in Deutschland werden dafür grundlegend verbessert. Die einzigartige Sammlung von John Spalek, die sicher die größte Ernst-Toller-Sammlung ist, wurde von New York nach Neuburg an der Donau verlegt und ging in das Eigentum der Ernst-Toller-Gesellschaft über. Zu der Sammlung gehören wertvolle Bestände, wie beispielsweise ein Widmungsexemplar Tollers an Albert Einstein.

Mit dem Stadtarchiv und der Staatlichen Bibliothek in Neuburg an der Donau sind optimale Voraussetzungen für eine effiziente Forschung geschaffen. Dadurch kann und soll die weitere Beschäftigung mit dem Werk Ernst Tollers angeregt werden.

Weiter ist beabsichtigt, die umfangreiche Bibliographie von John Spalek aus dem Jahre 1968 zu aktualisieren und sie über das Internet weltweit für Forschungszwecke zur Verfügung zu stellen. Die Einzigartigkeit dieses Projekts stellt einen Meilenstein in der Ernst-Toller-Forschung dar.

Darüberhinaus wurde ein Literaturpreis geschaffen, der alle zwei Jahre verliehen wird und zwar für besondere literarische Leistungen im Grenzbereich von Literatur und Politik. Schließlich war Ernst Toller eines der wenigen Beispiele in Deutschland für das Zusammentreffen von aktivem Politiker und engagiertem Schriftsteller. In dieser Tradition stehende politische Lyrik, Dramatik, Epik, Essayistik, aber auch die politische Rede von hohem literarischem Wert bräuchte dringend Förderung. Außerdem gibt die Gesellschaft eine Schriftenreihe (Schriften der Ernst-Toller-Gesellschaft) heraus, in der neueste Forschungsergebnisse veröffentlicht werden, die mit Ernst Toller und seiner Zeit verknüpft sind. Die Sammlungstätigkeit soll sich darüber hinaus auch auf den Umkreis von Toller, beispielsweise Erich Mühsam, Gustav Landauer, Max Weber und andere erstrecken.

Neuburg an der Donau nimmt sich Ernst Tollers an, weil er hier während seiner Haftzeit, vor allem aber im nahegelegenen Niederschönenfeld, seine wichtigsten Werke schuf. Da außerdem Ernst Tollers Geburtsort im heutigen Polen liegt, ist verständlicherweise nicht damit zu rechnen, daß dort sein Erbe als deutscher Schriftsteller gepflegt werden kann.

Die Gesellschaft will erreichen, daß dem Werk Ernst Tollers wieder die Beachtung zukommt, die es verdient. Dazu benötigt sie Mitglieder, die die Arbeit und Pläne der Gesellschaft ideell und finanziell unterstützen. Gleichzeitig ist man in Neuburg an der Donau an Nachlässen oder Donationen jeder Art interessiert.

     

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